Höhlenforschungsgruppe Ostalb-Kirchheim e.V.
Höhlenforschungsgruppe Ostalb-Kirchheim e.V.

Wimsener Höhle

Wimsen, ein kleiner Weiler auf der Schwäbischen Alb, bestehend aus der Mühle, einer Scheuer, einem Gasthof und natürlich der Wimsener Höhle, gehört zum Besitz des Schlosses Ehrenfels und zählt zur Stadt Hayingen.
Die Wimsener Höhle trägt auch den Beinamen „Friedrichshöhle“, da im Jahr 1803 Kurfürst Friedrich von Württemberg, der spätere König von Württemberg, zu Besuch war.
Bei der Wimsener Höhle handelt es sich um die einzige mit dem Boot befahrbare Schauhöhle Deutschlands!
Aus dem Höhlenportal entspringt die Zwiefalter Ach, die sich nach nur kurzem Lauf mit dem aus dem Glastal kommenden Hasenbach verbindet und bei Zwiefaltendorf in die Donau mündet.
Bislang konnte die Höhle bis auf eine Länge von etwa 995 m erforscht werden. Mit dem Boot können lediglich 70m befahren werden, bevor die Höhlendecke bis unter die Wasseroberfläche abtaucht. Die hinteren Höhlenteile sind nur erfahrenen Höhlentauchern zugänglich. Engstellen und die große Wassertiefe (- 60 Meter) erschweren die weiteren Forschungen.

Entstanden ist die Wimsener Höhle durch das Quellwasser der Ach, das als Regenwasser beim Sickern durch die Bodenschichten im Einzugsgebiet kalkaggressive Kohlensäure aufgenommen hat und so tief in den Weißjurakalk eingedrungen ist. Das Alter der Wimsener Höhle wird auf etwa eine Million Jahre geschätzt. Sie gilt als Musterbeispiel für den Übergang von einer vollständig mit Wasser erfüllten Höhle zur offenen, zu einem großen Teil mit Luft erfüllten Bachhöhle wie sie im Schauhöhlenbereich gut zu erkennen ist.
Mitglieder der Höhlenforschungsgruppe Ostalb-Kirchheim e.V. (HFGOK) widmen sich speziell der Höhlentauchforschung. Ziel ist es, wassererfüllte Hohlräume zu erforschen. Neben der Aufnahme eines genauen Höhlenplanes, Fotografie und Filmaufnahmen, werden in der Wimsener Höhle besonders die  Aspekte der Biologie und Archäologie untersucht.
Bei weiterem Interesse an der Geschichte von Wimsen und der Erforschung der Höhle ist der Besuch der Dauerausstellung in den oberen Räumen der renovierten Mühle neben dem Gasthaus zu empfehlen.
Hier wird neben Höhlenentstehung, Höhlentauchtechnik auch die Archäologie anschaulich erläutert und einige Funde präsentiert. Einen Schlüssel erhalten Sie im Gasthof Friedrichshöhle.
Weitere Informationen zur Wimsener Höhle finden Sie auch auf der Website von Rainer Straub.


Hinweis: Die Quellhöhle befindet sich im Privatbesitz. Das Tauchen in der Wimsener Höhle ist nicht gestattet. Tauchgänge werden nur zu besonderen Forschungszwecken genehmigt.
 

Aktuelles

Das MKH 22 über die Wulfbachquellhöhle ist erschienen.
Weitere Infos hier.

Druckversion Druckversion | Sitemap
(C) Höhlenforschungsgruppe Ostalb-Kirchheim e.V. 2014-2015